Mallow

Heute Vormittag waren Meimi und ich in Mallow. Leli, das derzeitige Aupair, hat uns netterweise gefahren. Wir waren also schon gegen kurz nach 10 da und haben erst einmal bei Tesco gestoppt. Danach haben wir noch bei Lidl und bei Aldi angehalten und fast alles bekommen, was wir haben wollten 🙂 bis jetzt passt sogar alles in den Koffer. In Mallow selbst hat sich nichts offensichtliches verändert. Das einzige was dazu gekommen ist, ist ein Workout-Parkour. Das waren super Geräte, die frei zugänglich für jederman waren. Wir hatten sehr viel Spaß, vor allem oder gerade weil man darauf total bescheuert aussah. Nachdem wir uns irgendwann von dem Erwachsenen-Spielzeug losreißen konnten und unseren Einkaufsbummel beendet hatten, sind wir ins HiB gegangen. Ich musste Meimi doch schließlich den besten Pub in ganz Irland vorstellen… 🙂

Zurück zuhause hatten wir etwas leerlauf. Brian wollte nicht spielen, er wollte Tv schauen. Somit kamen wir ein wenig mit Leli ins Gespräch. Sie scheint wirklich ganz nett zu sein und kommt sogar für ein zweites Jahr zurück zu den Duggans. Sie muss starke Nerven haben… ein bisschen neidisch bin ich schon – na ja, meine Zeit ist lange vorbei. Man sieht es an den Kids – Brian macht jetzt schon Hausaufgaben und hält dabei den Stift genauso merkwürdig wie sein großer Bruder. Als Jenny und Cahli aus der Schule kamen, haben wir wieder Hausaufgaben gemacht. Geschichten, die Cahli früher mit mir lesen musste, hat Jenny nun auf. Da hab ich mich gefreut – es war so vertraut. Wir hatten die Hausaufgaben noch nicht ganz beendet, da stand Nana in der Tür. Mit im Gepäck waren Jack, Alex, Ruby und ihr Aupair „Lourdes“. Ruby war bei weitem nicht so schüchtern wie am Tag zuvor. Jack und Alex hingen vor der Wii. Brian schaute im anderen Wohnzimmer Tv. Cahli spielte ein Spiel am Tablet (ähnlich wie iPad). Jenny machte Hausaufgaben. Ruby wanderte zwischen Schaukelpferd und Nana hin und her. Der Rest saß am Tisch und trank Tee. Ich fand es merkwürdig und ungewohnt. Irgendwo ist man noch Teil von dem Ganzen, aber gleichzeitig ist man auch einfach nur noch Besucher.

Als das Essen fertig war, gingen Nana + Anhang zurück nach Hause. Wir gingen nach dem Essen nach draußen und verbrachten gut 2,5 Stunden dort. Es war etwas frisch, aber die Sonne schien und der Himmel war größtenteils blau. Die beiden Jungs, Meimi und ich sind jetzt Fußballprofis 🙂 Nach einiger Zeit haben wir Hund „Holly“ aus ihrem Zwinger gelassen. Ganz ganz lieber Hund, verspielt und besessen von Zuneigung, die sie nur von uns Menschen bekommen kann… von Meimi und mir hat sie jedenfalls ganz viel Liebe bekommen. Und von Cahli 🙂

Am Abend gab es noch eine Runde Fernsehn für alle, inklusive Bett-fertig-machen alla Chrissy. Ich habe einige Fotos gemacht – ich werde mal sehen, ob ich die morgen hochgeladen bekomme. Ich hab aber die Befürchtung, dass die Bilder zu groß sein werden. Versuch macht Klug – bis dahin, machter’s gut  🙂

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(y)-(y)

Busy-Sunday. Nachdem wir den gestrigen Tag gut überstanden haben und Meimi die ersten Eindrücke verarbeiten konnte, ging der heutige Tag -Sonntag- erst spät los. Michelle wollte mit den Kids in die Kirche und James verkaufte den halben Tag Bananen für ein Schulprojekt seines ältesten Sohnes – somit konnten Meimi und ich ausgeschlafen. Ich hatte erst angenommen, dass sie früh zur Kirche wollten – Fehlanzeige, um halb elf war das Haus noch gut besetzt, sogar Nana war da, mit Nicole. Gefrühstückt haben wir also eher in hektischer Atmosphäre. „Want some Tea, Bread, or Cornflakes? Maybe hot Chocolate? And here’s Jam…“

Nachdem die Kids und Michelle zurück von der Kirche kamen, fuhren wir in den Donraile Park. Dort verbrachten wir einige Stunden – Enten füttern und Spielplatz standen ganz oben auf der Liste. Vor allem zweiteres hat super viel Spaß 🙂 nachdem wir uns also genug auf einem ungewöhnlichen Drehding gedreht hatten, fuhren wir zurück nach Dromdowney, denn um 17 Uhr waren wir auf Alexs 4. Geburtstag eingeladen. Unglaublich, als ich 2010 das erste mal hier hin kam, war der kleine Lockenkopf 1,5 Jahre! Ich habe mich jedenfalls sehr gefreut die kleinen Racker von meiner Jul wieder zu sehen. Allerdings waren die O’Regans nicht ganz vollzählig – Elaine ist mit Baby Oisin in Wicklow und kommt erst am Dienstag zurück. Am Dienstag dackel ich also nochmal rüber, ich muss den kleinen Oisin doch auch noch vor die Linse kriegen 🙂 Die Feier war gut! Es gab Massenhaft Süßigkeiten, Kuchen und „Fizzy Drinks“. Opa Frank war da, Eugene und ja, sogar Shorn (Michelles Bruder und Vater von Nicole) mit seiner Frau Niamh. Nach gut 1,5 Stunden sind wir wieder gegangen bzw. gefahren. Ist ja nicht so, dass man 300m zu Fuß laufen könnte… ne ne ne, das ist wieder typisch 🙂 😀 zuhause haben wir nur noch gechillt, uns irgendeinen völlig druchgeknallten Zeichentrickmist im Fernsehn angesehen und gegessen. Jetzt liegen Meimi und ich in meinem ehemaligen Wohnzimmer, die Kids sind ruhig und schlafen vermutlich schon.

Morgen Vormittag möchte ich Meimi gerne Mallow zeigen. Nachmittags müssen wir aber zuhause sein – Jenny hat vorhin angefragt, ob ich mit ihr Hausaufgaben machen kann 🙂 das ist niedlich 🙂

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Sure

Kaum ist man in Irland angekommen, da fliegen einem auch schon wieder die üblichen, typischen Wörter um die Ohren. Ganz vorne mit dabei ist selbstverständlich „sure“ bzw. „are you sure?!“ Wobei ich sagen muss, es ist auffallend weniger. Ich glaube sie hat’s mittlerweile selber gemerkt, dass ihr ständiges nachfragen nicht immer unbedingt für Fröhlichkeit sorgt. Den Kids ist es defintiv aufgefallen. Als Michelle nämlich nach dem Pizza essen noch „eben kurz“ zu Lidl reinspringen wollte um einen Kuchen zu holen, hat Cahli von Michelle’s Art erzählt und wir haben uns alle köstlich amüsiert. Zurück kam sie selbstvertändlich nicht mit einem Kuchen. Sie war bis zum Kinn mit Lebensmitteln beladen… Und was soll ich noch sagen – es ist alles beim alten. Brian ist etwas frech, Jenny teilweise auch und Cahli wirkt viel erwachsener als beim letzten Besuch. Schüchtern war keiner von den drein – ganz im Gegenteil. Als wir von Mallow zurück waren, wurde das Trampolin unsicher gemacht. Da aber vor allem die beiden „Kleinen“ etwas übermüdet und gleichzeitig überdreht waren, neigten sie zur Unkonzentriertheit und fielen oft ungünstig hin. Also ging’s ab ins Haus, bettfertig machen. Tv sollten sie eigentlich nicht mehr schauen… wie gesagt, eigentlich. Eine Folge „Shaun the sheep“ wurde nach quengeln doch eingeschaltet (sehr sehr lustig, sehr zu empfehlen 🙂 ) – … und aus einer wurden dann doch fünf Folgen.

Später mehr – jetzt geht’s hier wieder rund

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Dub di dub – Dublin

Wir befinden uns momentan im Zug, irgendwo zwischen Dublin und Cork und warten darauf, den Bahnhof von Mallow zu erreichen. Wir, dass sind Meimi und ich. Seit gestern Abend sind wir in Dubin und übernachteten im Herzen von der Stadt, denn unser Hotel lag direkt in der City. Das war sehr praktisch – am Samstagmorgen konnten wir also direkt los gestapfen um … ja, um zu shoppen. Ich würde mal behaupten, dass jeder von uns erfolgreich war – die eine mehr, die andere weniger 😀 ich bin mit meiner Ausbeute jedenfalls zufrieden. Es war unglaublich voll auf den Einkaufsstraßen, nicht nur wegen der einkaufsfreudigen Menschen sonder auch wegen der Musiker, den Malern, den Statuen und all den anderen Attraktionen. Das Wetter hat vermutlich auch seinen Teil dazu beigetragen und könnte besser nicht sein: Sonne, 10-12 Grad, Schäfchen-Wölckchen.
Uns geht es auf jeden Fall gut. Nur unsere Sitznachbarn sind etwas gewöhnungsbedürftig. Neben furzen, schmatzen und Fingernägel schneiden in aller Öffentlichkeit, scheinen die beiden auch sonst nicht so viel Grips in der Birne zu haben. Na, vermutlich muss es solche Leute auch geben.
Heute Abend gehen wir, also Familie Duggan, Meimi und ich in Mallow zum Italiener. Ich freu mich und werde selbstverständlich berichten. Bis dahin machtet jut 🙂

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Verspätung

Reichlich spät, aber ich hatte paar technische Probleme. Die sind jetzt behoben. Jetzt kommen paar Bilder. Bis bald 🙂 🙂

 

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ZickZack

Und zack, sind drei Wochen um. Ab jetzt bin ich erstmal wieder für längere Zeit in Deutschland.

Mein letzter Tag in Dromdowney war sehr gut. Um 08:00 Uhr war ich schon hell wach und habe schonmal meine ganzen Sachen zusammen gekramt. Eine Etage unter mir war es ungewöhnlich ruhig, erst gegen 09:00 habe ich herum geschnatter wahrgenommen. Gefrühstückt habe ich 2x. Einmal eine Schüssel Rice Crispy. Danach ein abgelehntes irish-breakfast. Die Geschichte dahinter könnt ihr euch wahrscheinlich mittlerweile selbst denken… 😀 nachdem ich das deftige Frühstück verspeist hatte, bekamen die Kiddis ihre Geschenke. Die haben sich super gefreut! Brini ist ohne Aufforderung zu mir gekommen. Mit den beiden Sätzen „Chrissy, I looooove it. Thank you so much!!“ Von Cahli habe ich auch eine unaufgeforderte Umarmung bekommen. Darüber freut man sich viel mehr, als wenn Michelle immer sagt „gib ihr mal einen Kuss“ oder „umarmt sie mal“. Ich denke die Kinder können selbst entscheiden, wie sie sich bedanken wollen. Und für manche reicht halt nur ein „Thank you.“ Das ist dann auch okay.

Irgendwann flogen plötzlich mehrere Schüsseln durch die Gegend. Eine Mehlwolke folgte. In Michelle ist die Bäckerin durchgegangen. Der Küchentisch wurde zur Arbeitsplatte erklärt, die Kids bekamen Schürzen um. Und los ging die Schlacht. Ich saß nur auf einem Stuhl und habe das Geschehen von außen betrachtet. Das hat mir gereicht. Gegen kurz vor 12 bin ich zu den O’Regans gedackelt, weil ich mich verabschieden wollte. Um halb 1 hat uns Eugene (Michelles Bruder) eingesammelt, denn er fuhr uns nach Dublin. Vorher mussten wir aber nochmal zurück zu mir, denn meine Klamotten waren noch zuhause. Als ich herein kam wurde ich direkt mit den Worten „Chrissy, heeeeeereeee, have a quick bowl of soup!!“ begrüß. Natürlich. Ist ja nicht so, dass wir schon längst auf den Straßen in Richtung Dublin sein wollten… ich habe abgelehnt und bin einfach nach oben geflüchtet um mein Gepäck zu holen… aber ich musste ja auch wieder zurück nach unten – da hat dann ein Kakao und geschmierte Scones auf mich gewartet. Letztendlich habe ich nichts angerührt, bis auf 3 Schlücke von dem Kakao. Die Suppen von Michelle sind alles andere, aber nicht empfehlenswert!!! Wenn ihr also jemals die Duggans besuchen solltet, trichtert Michelle ein, dass ihr allergisch auf Suppen reagiert und brechen müsst, oder sowas in der Art. Es ist wirklich widerlich!! In meiner Tasche befanden sich kurze Zeit später zwei Tüten – eine mit weiteren Scones, die andere mit einem Sandwich. Und ich weiß haargenau, wie diese Sachen beschmiert wurden… 😀

Die Fahrt mit Eugene war besser als ich zunächst erwartet habe. Zum Glück konnte ich einige Zeit schlafen. Das Wetter hat zum abfliegen eingeladen: nass, kalt, regnerisch, nebelig. Trotzdem fiel es mir das erste mal so richtig schwer zu gehen. Die Verabschiedung war dieses mal die schwierigste und gleichzeitig schönste, die ich je von den Duggans gehabt habe. Am Flughafen hatten wir eine sehr sehr nette Check-in Dame. Ich hatte noch Mehl für das irische Brot neben meinem Gepäck und meinem Handgepäck herumfliegen. Sie hat mir Tipps gegeben, was ich am besten damit mache… Juls Koffer hat sie trotz seinen 22kg durchgelassen – ohne das Juls irgendwas bezahlen musste… und generell war sie sehr nett und aufmerksam. Nach der Sicherheitskontrolle haben wir uns zu Burger King gesetzt und gequatscht. Die Zeit verflog wie im Flug, dabei wollten wir doch noch in einen Irland-Store. Wir hatten alles durchgestöbert, als ich plötzlich doch noch einen Pulli sah, denn ich haben wollte. Nachdem ich gerade bezahlt hatte, hörten wir nur eine Durchsage „Final Call Düsseldorf“. Danach rannten zwei voll gepackte Mädels durch den halben Flughafen… wir kamen noch rechtzeitig und standen sogar noch in dem „Finger“. Da machten wir nette Bekanntschafen mit drei jungen Menschen… einer ist besonders nett. Wie auch immer 😀 der Flug war super, wir sind nur 1:20h geflogen. Jetzt bin ich wieder in Essen! 🙂

Das war’s jetzt erstmal von mir. Bis zum nächsten mal! 🙂

Alles Liebe, Chrissy

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Bilder

Ich würde sehr gern Bilder hochladen. Aber das geht irgendwie nicht. Morgen Abend bin ich wieder in Essen. Dann werde ich das nachholen, denn dann hat mein Papa das Problem bestimmt beseitig.

Euch allen eine gute Nacht 🙂 see ya

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Hot chocolate ?!

Ich wollte keinen Tee. Keinen Kakao. Kein Sprudelwasser. Kein Hühnchen mit Kartoffeln, Möhren und Aufbackbrötchen. Keinen Schokoladenkuchen. Nicht, weil ich all diese Sachen nicht mag. Ich wollte sie nicht, weil ich ganz einfach ‚full‘ war. Zu deutsch ’satt‘ war. Diese vier Worte sollten eigentlich für jeden Menschen sowas wie ein „Stopschild“ sein. Für Michelle bedeutet das aber sowas wie „grüne Ampel“. Da kann noch so oft gesagt werden, dass alle (Juls, Elaine und ich) reichlich in Cork gegessen haben. Wir waren nämlich mit Baby Oisin dort und aßen unser Mittagessen bei „Ginos“: es gab Garlic bread, Pizza, Eis, Tee und Cappuccino. Michelle hat es aber nicht verstanden oder wollte es nicht verstehen – es wurden trotzdem zwei Teller fertig gemacht und uns vor die Nase gestellt. Mich hat’s einfach nur angenervt. Es ist anstregend – nicht nur ständig „no thanks“ zu sagen sondern auch mit anzusehen, wie hier mit Essen umgegangen wird. Das ist ja grundsätzlich nichts neues im Hause Duggan. Neu ist aber mein Bezug zu Lebensmitteln. Denn ich habe selbst mit erlebt, dass Nahrungsmittel nicht für jeden Menschen auf dieser Erde selbstverständlich sind. Selbstverständlich ist hier aber wiederum, dass unglaubliche Mengen gekocht, (auf)gebacken, gelagert und am Ende doch weggeschmissen werden. Früher habe ich das wahrgenommen, aber es hat mir nicht viel bedeutet. Heute sehe ich viele Menschen vor meinem innerlichen Auge, die dieses zu viel gekochte Essen gut vertragen können. Da treffen gerade zwei Extreme aufeinander und ich hänge irgendwo dazwischen, dass ist nicht ganz so leicht.

In Cork hatten wir eine gute Zeit. Juls und ich waren sehr froh darüber, dass Elaine uns gestern schon gefragt hat, ob wir nicht mitkommen wollten. Es ist schließlich Winter und ich hatte keine Winterjacke. Nur meine Windjacke. Die ist aber bei Minusgraden doch etwas zu frisch. Also habe ich mir eine gekauft. Danach war ich pleite … 😀 aber ich hatte zum Glück meine Sparkassenkarte dabei – ich bin mal gespannt, wie viel mir das Geldabheben bei der AIB Bank gekostet hat… In einem Spielzeuggeschäft habe ich für die Kids noch eine Kleinigkeit gekauft. Vor Afrika hatte ich keinen Nerv dafür, letzten Donnerstag noch weniger – da hat es sich doch mehr als angeboten, dieses Vorhaben heute erledigt zu haben. Elaine war sehr großzügig und hat alle Ausgaben für’s Essen bezahlt.

James und Cahli waren heute den ganzen Tag in Dublin, weil sie sich ein Match angesehen haben. Beide haben es zum Geburtstag geschenkt bekommen. Zur Erinnerung: James hat am 31.10. Geburtstag. Cahli am 05.12. Seinen Kindergeburtstag feiert er am 02.12. im Schwimmbad. Eine Geburtstagkarte habe ich schon geöffnet in der Küche stehen sehen. Was ich eigentlich damit sagen will: hier wird immer noch schön vorgefeiert.

Nachdem die O’Regans nach Hause gegangen sind, habe ich erstmal die Küche aufgeräumt… die sah nämlich aus wie ein Schlachtfeld… auch nichts neues. Danach war ich relativ kalt duschen. Das war aber nicht sonderlich schlimm, denn ich konnte mich danach vor’m Kamin aufwärmen. Haaaach, dat is immer wieder schön! Paar Afrika-Bilder habe ich Michelle gezeigt. Nachdem ich alles sicher verstaut hatte (man muss schließlich immer noch seine Sachen vor umfallenden Getränken hüten) habe ich es mir auf der Couch bequem gemacht. Da ist mir erstmal aufgefallen, wie gemütlich diese war! Bzw. ist mir bewusst geworden, dass ich in Afrika quasi nur auf dem Boden saß, oder auf einem Sofa, wo das dünne Schaumstoffkissen eher nur für’s Auge war – letztendlich saß man doch nur auf dem harten Holz. Wie auch immer, Michelle hat mich wieder x mal gefragt, ob ich nicht a) hot chocolate b) Guinness c) rot/weiß Wein d) Sprudelwasser oder e) Tee haben wollte. x mal habe ich verneint. Kurze Zeit später hatte ich einen Kakao auf dem Schoß stehen.

„Klein“ Brini und ich haben uns den ganzen Abend eine Couch geteilt. Ich hab die Fußteile hochklappen lassen und mich hingelegt. Briani hat sich zu mir gelegt. Wir sind beide eingeschlafen. Ich habe die Zeit sehr genossen – ich liebe diesen Jungen.

 

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„Ohsh…“

Ach Leute! Es ist so unbeschreiblich gut hier zu sein!
Elaine hat uns gestern um 10:20 mit klein Ruby und Alex vom Bahnhof abgeholt. Wir haben einen kurzen Zwischenstop bei Tesco gemacht und sind dann nach Dromdowney gefahren. Baby Oisin (jetzt ungefähr einen Monat alt) ist richtig richtig süß. Ruby ist auch richtig niedlich, vor allem mit ihren blonden Löckchen, die zu zwei kleinen Zöpfen zusammen gebunden wurden. Alex hat die Haare ab, hat also keine Locken mehr, und sieht einfach so viel älter aus! Der sonst anfangs schüchterne Jack ist – jetzt wo er Schulkind ist – postiv auffallend selbstbewusster. Und von allen kann ich sagen: sie sind so groß geworden! Ich war bis 16:00 bei den O’Regans. Essen gab es natürlich reichlich: irisches Brot, Bacon & Cabbage, viel viel Tee, Schokoladenkuchen und Mince Pie! Alles zum anbeißen, alles super lecker! Elaine war richtig gut drauf – später kamen noch Nana und Granddad vorbei. Nachmittags sind wir dann mit alle Mann zu mir spaziert. Ich bin ja fast aus den Latschen gekippt, als ich meine Kiddis gesehen habe. Cahli hat sich nicht wirklich verändert. Jenny hat ihren Zahnwechsel hinter sich und besitzt nun große Schneidezähne mit einer Zahnlücke. Sie ist nicht das Moppelchen, das ich erwartet habe – zum Glück. Auf den Bildern, die mir Michelle mal geschickt hatte, sah es so aus, als ob (auch) sie ein bisschen zu gut im Futter war… aber umso besser wenn dies nicht (mehr) der Fall ist. Zum Schluss mein kleiner Freund Briani. Klein kann man nicht mehr sagen. Der ist sowas von gewachsen, ich hab kaum meinem Auge getraut. Ich weiß nicht warum, aber von ihm bin ich immer am meisten fasziniert, bzw. sehe ich bei ihm die meisten Veränderungen. Alle drei waren sehr aufgeschlossen und anhänglich! Das derzeitige spanische Aupair Lelli ist sehr nett und hat mich sehr gastfreundlich aufgenommen. Wir standen einige Minuten in der Küche und haben uns unterhalten – Juls und ihre ebenfalls aus Spanien kommende Nachfolgerin waren auch dabei. Um halb 5 wollte ja eigentlich Michelle zuhause sein. Ist aber – oh, was ein Wunder – doch erst fünf geworden. Und was soll ich sagen? Sie ist genauso wie ich sie kenne. Ich habe nach 10x „willst du eine Tasse Tee, Kakao, Wasser, Pizza, Kuchen“ nachfragen aufgehört mit zu zählen.

Am Abend sind wir zu ihrer Schule gefahren, weil einige ihrer Schülerinnen ein Musical aufgeführt haben. Ich fand’s ganz gut – auch wenn nicht alles so gerade gesungen war… aber ich sollte mal schön meinen Mund halten, denn ich treffe quasi gar keinen Ton. Wie dem auch sei, zwischendurch hatten wir sehr viel Spaß. Am lustigsten war die Furzkissen-Aktion. Besser sollte ich wohl schreiben „Crisps-Packung-Aktion“. Juls hat ihre kleine Chipspackung und ihr Trinkpäckchen auf ihren Stuhl gelegt, als wir zum Ende des Musicals aufgestanden sind und applaudiert haben. Nach dem Applaus setzten wir uns wieder. Man hörte nur „plop“ und ein „oh shit“ Aufschrei von Juls. Ein Lachflash folgte. Zum Glück ist nur die Chipspackung aufgeplatz… auf der Rückfahrt mussten wir ebenfalls herzlich lachen. Es ist sehr kalt hier in Irland (gestern Abend waren es -1°C). Wir fuhren auf einer Straße, wo 100km/h erlaubt waren. Wir sind mit stolzen 47 km/h daher geschneckt. Meine Gastmutter neigt in vielerlei Hinsichten zur Übertreibung 😀

Zuhause habe ich dann auch James getroffen. Der hat sich super gefreut und wir haben noch einige Minuten gequatscht. Nach einer Kuschel- und Albereieinheit mit Jenny wollte ich mich ins Bett begeben. Doch ich war nicht lange alleine. Plötzlich stand der kleine Lockenkopf in meinem Türrahmen und wollte die Nacht mit in meinem Zimmer verbringen. Ich zeigte ihr paar alte Fotos und Videos. Dann stand auf einmal Michelle im Türrahmen. Also saßen wir zu dritt auf meinem Bett und haben uns alte Bilder angsehen… gegen 24 Uhr sind dann beide in ihre eigenen Betten gegangen. Ich habe noch angefangen diesen Artikel zu verfassen, bin aber eingeschlafen.

 

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Zugfahrt

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

wir (Juls und ich) sitzen im Zug in Richtung Mallow und freuen uns auf unsere Familien und über das grandiose Internet im Zug. Zweiteres war Ironie. So schlechtes, langsames Internet hatte ich selbst in Afrika über den Stick nicht. Aber egal, ich freue mich einfach, dass wir überhaupt die Möglichkeit haben, ins Netz zu kommen.

Unser Irlandflug am gestrigen Abend war gut. Zum Schluss etwas wackelig, aber das ist standart wenn man nach Irland fliegt. Unsere Koffer sind ebenfalls heile angekommen und nach kurzer Ahnungslosigkeit in Punkto „wo fährt unser Shuttlebus zum Clarion Hotel ab“ sind wir doch fündig geworden und gut im Hotel angekommen. Dort haben wir ein schönes Zimmer mit einem absolut genialen Bett vorgefunden – ich hab geschlafen wie ein Stein, doch leider nur 5 1/2 Stunden. Von der Dusche war ich ebenfalls begeistert, denn die spendete jede Menge Wasser (in Afrika fand man oft nur Duschen mit einem „Piesel-Strahl“ vor). Da war das mal ne ganz nette Sache. Um 7:00 Uhr hatten wir ein Taxi bestellt, um 7:00 Uhr stand ein Taxi vor dem Hotel. Es war ein netter Opi-Taxifahrer, der uns in 20 Minuten zum Bahnhof gefahren hat. Dort haben wir gefrühstückt und seit 8:00 sitzen wir nun im Zug.

Elaine (Juls Gastmutter) wird uns abholen. Ich werde noch mit zu den O’Regans gehen – meine Kiddis kommen erst gegen 15:00 Uhr aus der Schule – Michelle sagt, dass sie um 16:30 zuhause ist. Ich stelle mich trotzdem mal auf 5/halb 6 ein… man kennt sie ja. Ich werde mich also heute Abend aus dem guten alten Dromdowney melden. Allet Liebe bis dahin 🙂

 

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