Letter

Einen schönen und aufregenden Tag haben wir heute erlebt. Um halb 10 hat Juls mich abgeholt. Zuvor habe ich Brian und Jenny mit Michelle mit zur Schule begleitet – im Auto.
Als Juls und ich in dem roten Flitzer saßen, führten uns die Straßenschilder nach Killarney. Zunächst stoppten wir im Outlet Center. Wir waren erfolgreich beim Shoppen – endlich habe ich Schuhe gekauft, die ich schon lange haben wollte – für 35€!!! Das war der Schnapper des Tages. Durch’s Outlet konnten wir in Richtung „Innenstadt“ laufen. Das ist sehr schnuckelig dort. Schnell haben wir ein Café gefunden und endlich einen leckeren Scone mit Marmelade gegessen. Anschließend haben wir noch Pennys besucht. Zeitlich hat alles sehr gut gepasst – wenig Menschen waren unterwegs, wir hatten somit viel Ruhe und keine Hektik.
Nachdem unser Parkticket nach 3h abgelaufen war, machten wir uns auf den Weg in Richtung „Ring of Kerry“. Die Zeit im Auto war sehr chillig, die Straßen mal mehr, mal weniger herausfordernd. Wir haben Stopps gemacht und die wunderschöne Landschaft genossen. Irgendwann standen wir jedoch vor einer gesperrten Straße, die unsere Tour somit zwingend beenden wollte. Wir wollten aber nicht und sind einfach in die andere Richtung gefahren. Das war abenteuerlich, denn wir hatten weder eine Karte, noch ein Navi – dazu kam, dass sich der Handyakku sehr stark dem Ende zuneigte. Wir fuhren und fuhren, als auch die Straße plötzlich keine Autos mehr durch ließ. Die meisten Autos (die 3-4 die da auch unterwegs waren) drehten um. Wir nicht. Wir nahmen die Buckelpiste. Wir waren irgendwo im nirgendwo. Wir passten gerade so durch den Schotterweg. Die Bäume standen dicht, der Regen prasselte, der Puls stieg. Irgendwann kam ein Kuhstall, dann ein Haus, noch ein Haus und noch eins. Der Weg führte hoch und in der Ferne sahen wir ein Stoppschild! Ein gutes Schild, denn dann kann eine „Hauptverkehrsstraße“ nicht weit sein. Und so war es auch. Die Straße die da vor uns lag, hätten wir zuvor befahren. Wir wussten wieder wo wir waren und fuhren uns den bekannten Weg zurück in Richtung Killarney. Dank einem Schild wussten wir, dass der unbekannte Ort, durch den die Schotterstraße führte, „Letter“ hieß.
Nach unserem Ausflug stoppten wir bei Nana und Grandad. Bei Tee und Keksen quatschen wir vor dem Kamin einige Minuten. Anschließend gingen wir zu Juls Familie und probierten Juls Geschenke für die Kinder aus: selber Kristalle züchten. Ob das Experiment erfolgreich war, werden wir erst frühestens morgen erfahren, denn die Kristalle brauchen einige Stunden um sich zu entwickeln. Danach haben wir ein leckeres Abendessen gegessen.
Jetzt sitze ich im Wohnzimmer bei meiner Familie. Gleich geht’s für mich und alle anderen ins Bett. Es ist schön hier zu sein.

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