


Der Morgen begann wie immer: etwas chaotisch und wuselig. Mehrere Dinge wollten gleichzeitig erledigt werden, was unter’m Strich nach hinten los geht. Ein Beispiel: Brian sitzt im Wohnzimmer und spielt mit dem iPad. Er soll sich Socken anziehen. Michelle sagt es ihm. 1x, 2x, 3x … 16x, 17x. Nix tut sich bei dem Jungen, außer die Finger, die daddeln weiter. Während der Nachfragerei frühstückt Michelle, räumt auf, sucht Sachen heraus, sortiert ihre Tasche… da blitzt das Socken- Problem wahrscheinlich impulsartig hoch und verschwindet dann wieder in all dem anderen Kram. So dauert das Socken anziehen gut 20-30 Minuten. Ohne Witz.
Die Verabschiedung nährte sich und zog sich nicht in die Länge, da die Kids zur Schule mussten. Auch Juls und ich haben den günstigsten Zeitpunkt genutzt, um nicht allzu lange unnötig zu verweilen. So fuhren wir schon um kurz nach 9 nach Mallow. Wir wollten noch zum irischen Aldi und getankt werden wollte der rote Flitzer auch noch.
Schon bald fuhren wir die Landstraßen entlang. Regen und Sonne wechselten sich regelmäßig ab und gaben uns 2x den Ausblick auf einen Regenbogen. Das Rapsfeld blühte, es war einfach nur schön. Unser Weg führte uns zu Elains Schwester, Gail. Sie wohnt mit ihrem Mann und den beiden Kindern in „Coolboy“ in Wicklow. Einen großen Teil der Strecke haben wir ohne Navi gemeistert. Doch dann verließen uns die guten Schilder und wir musste auf Google Maps zurück greifen. Dank sei dem Internet trotz Ausland… sonst wären wir vermutlich immer noch nicht da 😀
Gails Haus ist unglaublich RIESIG. Die Küche ist gigantisch, wie alles auf diesem Grundstück. Wir wurden herzlichen empfangen, auch ich, obwohl ich die beiden bisher nur einmal gesehen hatte. Sie hatten Lunch vorbereitet und so konnten wir uns ganz entspannt etwas zu Essen machen.
Nach 2h sind wir weiter gefahren in Richtung Dublin, zunächst zur Rückgabe des Autos. Die Fahrt war schon etwas abenteuerlicher, vor allem die letzten Kilometer. Wir mussten den Wagen voll tanken – nur leider waren die Tankstellen nicht auf unserer Seite und versteckten sich… meine Karten-Lese-Künste sind auch nicht die besten und somit mussten wir etwas geduldig sein. Schließlich haben wir es aber doch geschafft und eine Tanke gefunden. Staubsaugen mussten wir auch noch. Sonst wären wir 100€ ärmer gewesen, so stand es jedenfalls auf dem Armaturenbrett im Auto.
Nachdem das Auto abgestellt wurde, wurden wir zum Flughafen geshuttelt und sind dort in einen Bus in Richtung Innenstadt gestiegen. Nach wenigen Gehminuten erreichten wir das Hostel. In unserem Dreibettzimmer ist eine Frau aus England. Sie ist unkompliziert, wir auch.
Juls und ich haben uns kurz sortiert und teilweise umgezogen und sind danach raus zur Temple Bar gegangen. Dort verweilten wir gut 2h. Ein Bulmers durfte nicht fehlen und ein Guiness für Juls natürlich auch nicht.
Morgen steht Shopping auf dem Plan und dann geht’s abends zurück nach Deutschland.