Hi, nach 1,5 Jahren!

Hallo zusammen.
Es ist wieder so weit. Wir sind im Irrenland. Ääääh Irland. Die Straßen sind dreckig, Autos und Radfahrer rasen aneinander vorbei, der Müll stapelt sich vor den Hauseingängen. Die Menschen sind bunt und gemixt gekleidet, die Gerüche unterschiedlich; und vor unserem Hostel hämmert ein Presslufthammer die Menschen in den Schlaf – und der Bagger wirkt direkt unterstützend hinterher. Um 22:30 Uhr. Willkommen in Irland.
Das Hostel ist ein anderes als sonst (und noch sporadischer eingerichtet). Alles fehlt, bis auf Handtücher. Davon haben wir 6 Stück, obwohl wir nur zur zu dritt sind (Juls, Kevin (Juls Freund) und ich). Es ist mehr schlecht als recht geputzt. Unser Vorgänger muss anhand dessen wohl ein Mann gewesen sein. Wir bewegen uns mitten in Renovierungsarbeiten, der Fahrstuhl fährt direkt neben uns entlang und durch die Wände könnte man gut bespitzelt werden. Aber das ist noch lang nicht so schlimm wie damals in dem Hostel bei der Tour vom „Ring of Kerry“. Wir sind hier lediglich zum Schlafen, dafür geht das. Heute frühstücken wir jedenfalls erstmal außer Haus.
Ansonsten hat alles gut geklappt. Unser Gepäck kam super schnell, der Flieger kam gut durch und war pünktlich.
Von daher alles tikkitakko.
Viele Grüße aus Irland

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Aufgewacht!

Eigentlich war ein Wecker um 03:10 Uhr gestellt. Und um 03:35 Uhr…. eigentlich. Ungünstig war, dass Juls ihren Wecker versehentlich von „schlummern“ auf „aus“ gestellt hat. Und bei mir… tja, da schien es, dass der Schalter gar nicht richtig umgeklickt wurde, denn es hat kein Wecker geschellt. Irgendwann bin ich aufgewacht, weil ich verdreht lag und ein komisches Laut von mir gegeben habe. Da habe ich auf mein Handy geschaut: 03:57 Uhr!!! 03:57!! Um 04:25 sollten wir unten an der Rezeption sein, weil wir um 0430 abgeholt werden sollten. Aber warum war noch alles dunkel? Juls lag auch noch im Bett. Hätten wir nicht schon längst wach sein sollen?! Und warum um alles in der Welt hatte scheinbar keiner der Wecker geschellt?!?! Verwirrung pur. Dann ging alles ganz schnell. Innerhalb von 25 Minuten haben wir im Schnellverfahren geduscht und das Zimmer geräumt. Pünktlich um 04:26 waren wir unten.
Der Busshuttel kam paar Minuten später, um viertel nach 5 wurden wir am Flughafen abgesetzt. Allerdings am Terminal 1, wir mussten aber zu Terminal 2. Somit flitzen wir den Gang zu Terminal 2 entlang. Das Gepäck war schnell aufgeben (beide Koffer wogen unter 20 (!!) kg. Das war noch nie der Fall. Das Einsteigen in die Maschine war gut organisiert, wir starteten pünktlich. Während des Flugs konnten Juls und ich beide schlafen und Ruckzuck kamen wir sogar mit 10 minütiger Verfrühung in Düsseldorf an. Sogar das Kofferband rollte schon mit unseren Koffern, als wir von der Toilette kamen. Ein kompletter Gegensatz zum Hinflug nach Dublin.
Jetzt bin ich erstmal wieder zurück.
Wir lesen uns nächstes Jahr.
Bis dahin – alles Liebe 🙂

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Wild Wicklow Tour

Um 06:00 Uhr schellte der Wecker.
Um 06:15 Uhr schellte der Wecker.
Um 07:15 Uhr schellte der Wecker.
Danach hörte man das Geplätscher von der Dusche. Eine gute Dusche – schön warm und mit einem ausgeprägten (Massage-)Strahl. Der Duschvorhang ließ zu wünschen übrig, denn danach war das Bad überflutet.
Um kurz vor halb 8 waren Juls und ich unten bei der Rezeption/ Aufenthaltsraum. Wir bereiteten uns ein üppiges Lunchpaket vor und frühstückten was kleines. Wir beschlossen die Tour im Hostel zu buchen. Fehlanzeige. Die Tour war schon ausverkauft. Eine alternative musste her, denn wieder den Tag mit shoppen in Dublin zu verbringen sagte uns beiden nicht zu. Zumal wir gestern schon alle guten Geschäfte durchforstet haben. Um kurz nach 8 haben wir zwei Plätze für eine andere Tour buchen können. Wir mussten zur „Suffolks Street“ gar nicht mal so weit vom Hostel entfernt, laut Karte die im Hostel auslag. Ja. Und los ging die Reise. Nach knapp einer Stunde haben wir den richtigen Treffpunkt erreicht. Die Schwierigkeit war dabei, dass in dieser Straße eine Baustelle war und die Bushaltestellen „out of order“ waren. Eine Ersatzhaltestelle war aber auch nicht ausgeschildert. Somit irrten wir unter Zeitdruck herum, weil wir zu allem Überfluss auch nicht genau wussten, wann die Bustour startete. Nach vielem Fragen und Laufen, haben wir dann aber eine Menschentraube gefunden, die sich tatsächlich an einer Ecke der „Suffolks Street“ gebildet hatte. Wir stellten uns dazu und standen uns für einige Minuten die Beine in den Bauch, oder umgekehrt. Nach 20 Minuten kam ein weißer Mercedes Bus angerollt und ein älter Mann im Jagdoutfit stieg aus. Er kontrollierte seine Checkliste während wir einstigen. Kurze Zeit später ging es dann endlich los. Und – wer hätte das gedacht – der Bus stoppte nochmal an der „O’Conills Street“, die nicht weit von unserem Hostel entfernt liegt, von der wir wussten wie wir dort hin kommen.
Dann ging es richtig los. Bis wir aus Dublin raus waren dauerte es seine Zeit. Der Busfahrer Joe hat scheinbar morgens einen Clown gefrühstückt, denn er sprach genau meinen Humor an. Er erzählte über verschiedene Gebäude der Stadt und deren Geschichte, zwischendurch stimmte er immer mal wieder Lieder an. Bei „Old Mac Donald had a farm“ sang sogar ein Teil der Tour-Leute mit, worüber er sich freute.
Joe steuerte den Bus in die Wicklow Mountains, wo wir die Möglichkeit hatten zu halten und Fotos zu machen. Auch eine 1 stündige Mittagspause war drin, wo Juls und ich aber einfach nur einen Tee tranken. Zum Schluss sind wir zu einem schönen Stück Land gefahren, wo wir uns zwei Stunden aufhalten konnten. Zunächst hat Joe uns noch über einen Friedhof geführt und Geschichten erzählt, danach konnten wir alleine losziehen. Juls und ich sind spazieren gegangen, haben die Natur genossen und einige (coole!) Bilder gemacht. Gegen kurz vor 4 hat sich die Mannschaft wieder am Mannschaftsbus getroffen und es ging zurück nach Dublin.
Ich habe geschlafen und bin irgendwann vom „stop and go“ aufgewacht. Prima, wir mussten der City nahe sein – und so war es auch. Nachdem wir Joe Tschüß gesagt haben, schlenderten wir noch einmal die Fußgängerzone entlang. Wir gönnten uns ein „Ginos“ Eis. Aaller erste Sahne sag ich euch, ein „must eat“ wenn man in Irland ist – Cookies und Oreo sind sehr zu empfehlen. Wir waren nochmal in zwei, drei Geschäften stöbern und sind dann zurück zum Hostel gelaufen.
Für morgen früh haben wir uns einen Bus gebucht, der uns um 04:30 Uhr direkt vom Hostel abholt und zum Flughafen fährt. Das ist super entspannt.
Jetzt liegen Juls und ich im Zimmer, chillen und werden wahrscheinlich früh(er) schlafen gehen.
Bis morgen 🙂

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Kathole

Kathole ist der neue Katholik. Wusstet ihr noch nicht? Dann kommt nach Irland – hier sind lauter Katholen… grins.

Wir sind zurück in Dublin. Heute Morgen um 11:40 Uhr haben wir den Zug zurück genommen. Michelle hat uns mit den Kids zum Bahnhof gebracht – pünktlich. Wir hatten sogar noch Vorort eine Aufenthaltszeit von 20 Minuten. In diesen 20 Minuten ging es drunter und drüber – viel Einfluss auf die Kinder hat Michelle nicht. Egal was oder wie sie etwas sagt, die Kids machen was sie wollen.
Der Morgen in der Duggan Familie war äußerst unspektakulär. Als ich runter kam war Michelle unter der Dusche. Cahli war in seinem Zimmer und Jenny und Brian hingen im Wohnzimmer ab und machten was? Genau, sie spielten Tablet, parallel dazu lief selbstverständlich der Fernseher. Ich habe mir Frühstück gemacht und Jenny kam dazu. Da haben wir immerhin zu zweit gefrühstückt. Nachdem wir fertig waren, habe ich Brian aufgefordert etwas zu frühstücken. Er machte sich seinen Brei und als ich zurück von der Toilette war, saß er tatsächlich schlingend und gleichzeitig spielend im Wohnzimmer vor seinem Tablet. Da konnte ich schon nichts mehr zu sagen, weil die Schüssel bis auf einen Löffel leer war. Unglaublich aber wahr.

Die Verabschiedung am Bahnhof war kurz und schmerzlos. Es war schön für paar Tage zurück zu sein, ich muss aber auch sagen, dass es jetzt wieder schön Abstand zu haben. Für mich wird das Leben in dieser Familie von Jahr zu Jahr anstrengender, da ich das Gefühl habe immer mehr (negatives) zu sehen und wahrzunehmen. 5 Jahre ist es im Sommer her, dass ich dort lebte. 18 Jahre war ich damals. Das ist eine lange Zeit her, da merke ich schon eine Veränderung, die ist zusätzlich wahrscheinlich auf meinen Beruf zurück zu führen.

Die Zugfahrt ging schnell um. Ich habe anfangs noch ein wenig in mein Lehrbuch geschaut, danach haben Juls und ich gequatscht und sind eingeschlafen. Kurz vor Dublin sind wir aufgewacht. Wir hatten eine super Anbindung zum Hostel und sind nach einer kurzen Pipi Pause direkt losgezogen: shoppen. Aber – o wirkliches Wunder – wir waren beide nicht so erfolgreich, wie wir es zunächst angenommen hatten. Während meines gesamten Irland Aufenthaltes im Jahr 2015 habe ich zwei Tops und einen Pullover gekauft. Das ist Rekord! Noch nichtmal Schuhe habe ich gefunden – sonst finde ich immer welche.
Nachdem die Geschäfte langsam aber sicher zu machten, schlenderten wir zurück zum Hostel, stellten die wenigen Tüten, die wir hatten im Zimmer ab und zogen dann wieder los um etwas zu Essen. Wir entschieden uns für Papa John’s. An meinem zweiten Tag in Irland als Aupair haben Juls und ich (und einige andere Aupairs) auch in diesem Fastfoodrestaurant gegessen. Juls und ich hatten uns damals zusammen getan, weil wir beide gerne Oliven und Thunfisch auf unserer Pizza mögen. So ist es auch heute noch. Lecker war es. Da war die lange Wartezeit schnell vergessen.
Morgen ist unser letzter voller Tag in Irland, bevor es am frühen Donnerstagmorgen zurück nach Deutschland geht. Wir haben uns dafür entschieden, einen Tagesausflug zu unternehmen. Wohin die Reise geht erfahrt ihr morgen.
Bis dahin habt alle einen schönen Abend.
Gute Nacht 🙂

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Familientreff

Heute rolle ich den Tag von hinten auf.
Wie war das, als wir uns noch vor 5 Jahren getroffen haben? Da rückte Juls mit den Kids an und alles was sie ggf. dabei hatten, waren ihre aktuellen Lieblingsspielzeuge. Wie sieht das heute aus? Heute werden zum Teil auch noch Spielsachen mitgebracht, der andere Teil besteht aus Medien, aus iPad Minis, drei Stück an der Zahl um es genau zu sagen. Die Kinder spielen nicht mehr draußen oder im Toyroom, sie sitzen im Wohnzimmer, jeder mit seinem eigenen Medium, iPad, Tablett oder sonst was, nebenbei läuft der TV. Da macht das Alter keinen Stopp, es ist egal ob 4 oder 11 Jahre. Schlimm das mit anzusehen, schlimm wenig bis gar nichts dagegen machen zu können.
Zumindest ich in meiner Familie. Ich habe heute Mittag gezielt versucht mit den drein draußen zu spielen. Neue Basketbälle zur sportlichen Anregung waren erst einen Tag alt. Es gelang mir nur so medium gut. Jenny und Cahli waren noch zu motivieren, aber auch nur so lange der Regen ausblieb. Brian war nicht zu begeistern, weil Michelle ihm vorab das Tablet abgenommen hatte. Da hatte er wenig Motivation draußen zu spielen, weil er das Teil unbedingt wieder haben wollte – mit allen Mitteln. Als es anfing leicht zu fisseln flitzen alle direkt zurück ins Haus. Und schon lief wieder der TV.
Michelle akzeptiere das, denn kurze Zeit später gab es Mittagessen (das war ganz lecker, es gab Wraps). Nach dem Essen sollten die Kids wieder draußen spielen. Da war aber noch die Sache mit dem Tablet von Brian und auch das Eis zum Nachtisch sowie das Anzünden des Kamins dienten nicht zur Motivation der Kinder bei, ihre freie Zeit draußen zu verbringen. Nach quengeln und ignorieren der Aufforderungen von Michelle, verschwanden die drei ganz selbstverständlich im Wohnzimmer und die Medien hatten wieder die Macht ergriffen (Brian hatte das Tablet inzwischen wieder bekommen).
Die Tage sind geprägt vom extremen Medienkonsum. Egal ob morgens, beim Essen, mittags, oder abends, egal ob zuhause, bei Nana oder bei Elaine – die Kinder haben rund um die Uhr Zugriff auf alles visuelle was ich haben wollen. Ein Nein gibt es nicht.
Besonders schön ist es, wenn man in die Küche kommt, der TV läuft, das Radio vor sich her dudelt und die Kids am Tisch sitzen und man dazu das Geplänkel von irgendwelchen Tabletspielen hört. Da ist die Reizüberflutung sehr gering gehalten. Ha ha. Das und noch mehr ist hier Alltag. Puuuuh nichts für mich.
Heute Vormittag hat es mich gepackt und ich habe die Küche gemacht als Michelle unter der Dusche war. Ich habe eine gute halbe Stunde dafür gebraucht. Eine halbe Stunde für Tisch und Arbeitsfläche!! In einer halben Stunde mache ich sonst mein komplettes Zimmer!! Freunde, ihr glaubt nicht was das für ein Chaos hier ist. Das hat schon was leicht messihaftes, meinte Juls heute auch. Die Kinderzimmer sind zugestellt, im Badezimmer sind nicht 5 sondern 20 Zahnbürsten, (nebenbei steht auch noch eine halbe Bibliothek auf der Fensterbank), der Toyroom ist ein einziges Spielzeugschlachtfeld. Die Küche Platz aus allen Brettern und auch im Wohnzimmer stapeln sich immer mehr Sachen. Im „Kinderwohnzimmer“ wird zudem noch eine halbe Zoohandlung gehalten. Vogelfutter und Federn fliegen überall herum und zu der eh schon hohen Geräuschkulisse liefern sich die Meerschweinchen und die Vögel tägliche Quick Wettbewerbe. Es ist super anstrengend hier einfach nur zu sein und noch nichtmal was zu machen. Ich habe schon Probleme die vielen Reize zu filtern und zu sortieren, sind die anderen schon so sehr daran gewöhnt?
Das ist ganz schön schade und traurig. Es gibt so viele schöne Möglichkeiten die Freizeit anders zu gestalten. Ich kann mir sogar vorstellen, dass wenn hier mal richtig aufgeräumt und vor allem aussortiert werden würde, dass die Kinder wieder (oder mehr) zum Spielen mit Spielsachen angeregt werden würden. So ist es einfach nur viel, unübersichtlich und oft nicht mehr zu gebrauchen, weil die Sachen kaputt oder die Kids raus aus dem Alter sind.

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Frozen Milk

Bitte, kann mir jemand sagen, warum man Milch einfriert? Warum wird Milch eingefroren, obwohl man sie täglich braucht bzw. fast täglich an mindestens einem Supermarkt vorbei fährt?! Und warum schafft man es nicht, die gefrorene Milch rechtzeitig (!) aus der Tiefkühltruhe zu holen, damit sie in Ruhe und vollständig auftauen kann?!
Fragen die ich mich frage, die mir aber vermutlich noch nichtmal eine Michelle beantworten kann.
Heute Morgen war es nämlich wieder so weit: ich habe mir Müsli mit Milch gemacht und schon beim reinschütten der Milch merkte ich ‚och nö, Eismilchklümpchen‘. Da war es aber schon zu spät. Ich hab’s gegessen. Das Müsli sowie Tee mit verdünnter Milch schmecken nur so medium gut. Morgen früh esse ich Toast.

Heute waren Elaine, Juls, klein Ruby (4) und ich in Cork. Shopping. Die Geschäfte waren leer und auch die Shopping Bags blieben leer. Zumindest bei mir. Ich fand während der gesamten Tour nur ein Top für den Sommer. Aber eine Shoppingtour in Dublin steht schließlich auch noch an…
Für’s Mittagessen wollten wir zu Ginos, unserem Standard Restaurant, mit super leckerer Pizza und leckeren Eis. Aber es war geschlossen. Deswegen fuhren wir woanders hin, einen Fastfoodladen, bisschen anders als MD. Da war es auch nur medium gut – ein bisschen zu fettig, das liegt mir seitdem mehr schlecht als recht im Magen. Pommes brauche ich erst wieder in einem Jahr…
Auf dem Rückweg nach Hause hat Elaine Juls und mich in Mallow rausgelassen. Wir nutzen die Zeit, um Tee in unserem Lieblingspub „Hib“ zu trinken, schlenderten durch verschiedene Geschäfte und erkundeten das Sortiment von Aldi, Lidl und Tesco. Danach überbrückten wir die Wartezeit wieder im Hib, denn Michelle wollte uns nach dem Schwimmbadbesuch mit den Kids, zurück mit nach Hause nehmen. Das dauerte ein Weilchen, o Wunder.
Als wir gerade zuhause ankamen, kamen Nana und Grandad, Oma und Opa der Kids/ Michelles Eltern vorbei. Es war schön sie zu sehen und mit ihnen zu reden. Michelle versorgte uns mit ausreichend viel Brot und Tee, das Abendessen von gestern (das 100%ig älter als zwei Tage sein muss!) konnte ich erfolgreich abwehren. Abwehren konnte ich nicht die beschmierten Brotscheiben, denn sobald ich das letzte Stück in meinen Mund geschoben habe, lag ein neu beschmiertes auf meinem Teller. Nana schenkte mir immer wieder Tee nach – heute Nacht montiere ich vermutlich zu einer Eule… Für die Zukunft nehme ich mich vor, wie ein Faultier zu essen und zu trinken. Ganz ganz langsam. Ja, ich werde eine faule Eule – grins.
Nachdem das „Abendessen“ beendet war, beseitigten Nana und ich das Schlachtfeld auf dem Küchentisch und ich wischte den Tisch (nach gefühlt 3 Wochen Ungewischtheit) feucht ab. 3x musste ich da rüber gehen… Sauberkeit wird hier äußerst groß geschrieben. Haha.
Jetzt sitze ich mit den Kids und Michelle im Wohnzimmer und wir schauen die „Muppet Show“. Angeboten wurde mir bisher noch 3x mein Dinner Teller, ein Weiß/ Rotwein und/ oder heißen Kakao. Ich musste mich entscheiden und meine Wahl fiel auf ein Glas Weißwein.
Das Wort „Nein, danke“ überhört Michelles Gehör. Jedesmal. Immer. Sehr gekonnt. Was will man dagegen tun – nichts, denn dabei ist man chancenlos. Ein eisgekühltes Malzbier wäre jetzt nicht schlecht… Aber Weißwein mit Eiswürfeln ist auch ok… Somit — Cheers, ich trinke auf euch.
Bis morgen 🙂

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Hello again.

Ruck zuck und man ist wieder zurück, in seinem alten Zuhause.
Als wir mit dem Zug am Mallow Bahnhof ankamen, warteten schon Michelle mit den Kids und auch Elaine war mit den Kindern da. Wir wurden stürmisch willkommen geheißen und alles war direkt vertraut. Die erste Überraschung war, als ich nicht in den muffigen Renault steigen musste, denn seit Mai 2014 hat Familie Duggan einen neueren Renault Scenic, vielleicht sogar den neusten, da bin ich mir unsicher. Neu sieht die Karre allerdings nicht mehr aus. Es wundert mich nicht.
Der Weg nach Dromdowney war – wie jedes Jahr – ein kleines Highlight. Es ist alles so vertraut, das mag ich gerne. Wir sind noch mit zu Elaine, also zu Juls Gastfamilie, gefahren. Dort haben wir den Nachmittag verbracht, wir haben ganz klassisch Tee getrunken und mit den Kids im Garten gespielt.
Danach bin ich mit meiner Familie nach Hause gefahren. Es roch tatsächlich wie zuhause. Der typische irische zuhause Geruch, schön ist das. Viel verändert hat sich nicht. Alles weiterhin zugestellt. Meine Cork Fußballmannschaft hängt immer noch über den Wohnzimmereingang. Bilder aller Jahreszeiten schmücken die Küchenschränke. Auf dem Tisch steht Brown Bread, die Milch liegt gefroren in der Back Kitchen und taut langsam auf. Abendessen ist schon im Kühlschrank.
Abendessen- gutes Stichwort. Ich bin ja immer etwas skeptisch, was das Essen angeht, da ich nicht weiß, wie lange das schon im Kühlschrank verweilt. Diesmal erschien mir das aber halbwegs akzeptabel, bis auf den Kartoffelpüree, der schmeckte jetzt nicht gestampft frisch… Bis wir essen konnten, vergingen einige Minuten, um genau zu sein über 45 Minuten. Es ist schließlich schwierig, das Essen aufzuwärmen und gleichzeitig eine weiße Soße anzurühren. 2x ist die Soße angebrannt. Beim 3. mal hab ich den Schneebesen in die Hand genommen und schwups, die Soße brannte nicht an. Rühren hilft. Es gab Kapü, Bacon und Brokkoli mit weißer Soße. Es war ok.
Es hat sogar ein einigermaßen gemeinsames Abendessen stattgefunden. Cahli, Jenny, Michelle und ich saßen zusammen am Tisch. James war im Garten beschäftigt. Brian spielte lieber Tablet und schaute lieber parallel dazu TV, als zu essen. Nur zwischendurch kam er in die Küche, schob sich eine Gabel Kapü in den Mund und verschwand dann wieder im Wohnzimmer auf seinen Sessel.
Schon früher habe ich mich gerne zurück gelehnt und Michelle bei der Arbeit mit den Kindern beobachtet. Heute mache ich das noch lieber, einfach, weil ich viel mehr Hintergrundwissen habe. Innerlich schlage ich mir fast minütlich die Hände über den Kopf zusammen. Da kribbelt es in mir, nicht einzuschreiten und grundlegende andere Seiten aufzuziehen. Aber das ist nicht mehr mein Job.
Die Geschenke, die ich für die Kids gekauft habe, sind sehr gut angekommen. Darüber habe ich mich gefreut. Die Kids auch. Sie sind zu mir gekommen und haben sich mehrmals bedankt. Das Michelle sie später dazu aufforderte, mir „kisses“ und „hugs“ als Dankeschön zu geben, ignorierte die Kids und ich gekonnt. Unnötig ist sowas, ein Danke aus dem Mund der Kinder ist völlig ausreichend.
Später kam James aus dem Garten hinzu, und es entstand eine entspannte Quatschrunde, mit James, Michelle, Jenny und mir. Danach dackelten alle nach und nach ins „gute“ Wohnzimmer, wo wir jetzt einen Film schauen. Die komplette Familie, der Kamin ist an und alle sind zufrieden.
Morgen machen wir einen kleinen Ausflug mit Picknick, sofern das Wetter mitspielt.
Ich entspanne mich jetzt erstmal weiter und gehe gleich in mein ehemaliges Wohnzimmer ins Bett.
Euch allen wünsche ich einen schönen Abend. Bis morgen! 🙂

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SONNE!!

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Dublin die 2032015.ste

Hallo zusammen.
Es ist wieder einmal soweit. Wir – Juls und ich – sind in Irland. Direkt zum Ferienbeginn sind wir Freitagabend den 2 stündigen Flugweg zur grünen Insel angetreten. Es war ein ruhiger und entspannter Flug, sehr angenehm, vor allem jetzt nach dem Flugzeugunglück. Neben uns saß ein Mädel in unserem Alter – zu Beginn haben wir noch geredet, aber schon nach Sekunden stellte sich heraus, dass sie SEHR gerne und VIEL und über ALLES redete. Juls ist darauf kurzerhand eingeschlafen und ich, ich widmete mich meinem Musik Buch, das mir schon seit Januar zu singte, damit ich lerne… Somit habe ich gelesen… und später geschlafen.
Am Dubliner Flughafen war erst mal warten angesagt, weil die bzw unsere Koffer wohl gefühlt ganz hinten in der Maschine verstaut wurden. Nach einer guten halben Stunden ist dann aber unser Gepäck angerollt gekommen – prima.
Ein Taxi hat uns auf direktem Weg zum Hostel gebracht. Am Hostel war die große Überraschung, ob noch eine Person mit auf unserem Zimmer sein würde. Wir (Juls, zwei große Koffer, zwei Handgepäck Stücke und ich) standen also zusammen gequetscht auf einem Quadratmeter und haben versucht mit den super-duper-Zimmer-Karten ins Zimmer zu gelangen. Nach einigen Versuchen war es uns gelungen und wir wurden positiv überrascht, denn im
Zimmer war niemand anderes. Wir breiteten uns aus, der Hugo wurde rausgeholt und Musik wurde eingeschaltet. Nachdem der Hugo leer und wir (voll) lustig waren, stöckelten wir los. Also Juls stöckelte, ich schlürfte in meinen altbekannten Latschen in Richtung Auld Dubliner. Das ist der Pub, in dem wir uns gerne aufhalten. Diesmal wurde live Musik gespielt. Das war gut, aber nach gar nicht allzu langer Zeit viel die Anlange aus und ging nicht wieder an. Zeit zum Pubwechsel. Im zweiten Pub haben Juls und ich die Tanzfläche unsicher gemacht. Viel war nicht los, aber ich fand’s gut, denn so konnten wir uns frei bewegen und so tanzen wie wir wollten. Aber auch hier bleiben wir nur paar Lieder, denn gegen 2 war die Party in diesem Pub vorbei. Also dackelten wir zur Templebar. Der Boden klebte, als ob da vorher eine Uhu Party gewesen wäre. War nicht, war nur Bier und Bulmers und all so anderes Zeugs was versehentlich im Glas fallen gelassen wurde. Glasfußball hätte man also auch spielen können, passend zur Live Musik.
Gegen halb 3 müssen wir zurück gewesen sein. Das Bett rief.
Am heutigen Morgen haben wir um halb 11 ausgecheckt. Danach sind wir zu einem Café gelaufen, um zu frühstücken. Das war lecker und gut. Nachdem wir fertig waren, haben wir uns entschieden zum Bahnhof zu laufen. Die Sonne schien und somit gingen und rollten wir 30 Minuten am Flussrand zum Bahnhof.
Auch am Bahnhof hat alles geklappt. Unsere Tickets waren innerhalb von Sekunden ausgedruckt, wir haben uns Proviant für die Fahrt gekauft und sitzen nun im Zug in Richtung Mallow.
Um 15 Uhr erreichen wir unsere Stadt. Wer uns abholt ist eine Überraschung.
Ich bin gespannt auf meine Familie. Aufregend, sie nach einem Jahr wieder zu sehen.
Sehr wahrscheinlich melde ich mich heute Abend wieder. Bis dahin, habt alle einen guten Tag 🙂

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