Hello again.

Hallo an alle, die diese Zeilen lesen.

Alles Jahre wieder, somit auch dieses Jahr. Paar Tage den irischen Flair genießen tut immer gut. Diesmal (leider!) nicht mit Juls, aber dafür mit meiner lieben Schwester Mimi und (zu einem späteren Zeitpunkt) sogar mit meinen Eltern und guten Freunden auf einem Boot.

Seit Donnerstag Abend sind wir in Irland. Nach einer Nacht im bekannten Abigail Hostel direkt in Dublin hat uns der Bus nach Cork gebracht. Die Aufregung war zwischenzeitlich sehr hoch, da wir bis 11:00 an einer komplett falschen Bushaltestelle gestanden haben. Erst nachdem uns ein netter Ire darauf aufmerksam machte, rannten wir gut beladen zu der >richtigen< Haltestelle. Zum Glück stand der Bus noch. Es schien als ob er auf uns gewartet hätte, denn ich hatte zuvor online gebucht. Mit paar Minuten Verspätung fuhren wir ab, kamen aber super durch. Die irischen Autobahnen sind schließlich nicht mit den deutschen zu vergleich. Stau? Fehlanzeige – zumindest wenn man aus Dublin raus fährt.

In Cork selbst haute uns der Inhalt der Geschäfte nicht unbedingt um; deswegen blieb unser Geld auch bei uns. Viel verändert hat sich nichts, obwohl ich schon lange nicht mehr dort gewesen bin. Unseren Koffer dürfen wir übrigens am Busbahnhof parken. Da war sehr nett und ich würde mal schätzen nicht selbstverständlich. Der stand nämlich mitten im Büro der Bus-Mitarbeiter :D. Zum Nachmittag holten wir den Koffer wieder ab und liefen zum Cork Bahnhof. Dann waren es nur noch 30 Minuten Fahrt, bis wir Mallow erreichten. Mit Michelle und den Kindern verabredeten wir uns um 6 beim Pub HiB. Um kurz nach 6 trudelten sie ein. Wir nahmen noch ein (sehr süßes) Getränk zu uns („Club Orange“, nicht zu empfehlen!!!) und gingen danach italienisch Essen. Sogar James kam dazu. Es scheint eine Seltenheit zu sein. Denn wenn er nicht gerade arbeitet, fährt er Fahrrad. Und wenn er nicht Fahrrad fährt, arbeitet er im Garten. Sonntags gehen sie alle zusammen schwimmen. Immerhin.

Am Samstag haben wir erstmal die Hochzeit verfolgt. Nana und Grandad kamen dazu. Etwas hektisch zwischendurch, aber das ist ja das Gängige im Hause Duggan. Anschließend sind wir zu der Donkey Farm gefahren. Das war ganz cool. Wir hatten schönes Wetter und sind zwei Rundwege gelaufen. Zum Schluss hat uns Michelle noch eine Eselin adoptiert. Orlaith Jane. Orlaith ist ein irischer Name; im Grunde sprechen wir nur Ola aus. Die irische Sprache besteht aus vielen Buchstaben, die sehr häufig nicht mitgesprochen werden. Orlaith ist da ein gutes Beispiel für. Nach der Farm hat Michelle die Kids zuhause abgesetzt, denn sie waren nicht so scharf darauf noch mit nach Mallow zu kommen. In Mallow selbst waren wir in paar Geschäften und zum Teil recht erfolgreich.  Natürlich musste Michelle uns noch vegetarische Burger, Süßkartoffeln und andere Süßkartoffel-Knoblauch-Würfel kaufen, obwohl wir noch jeweils eine Hälfte Pizza übrig hatten… kaum zuhause angekommen, wurde auch direkt alles in den Ofen geschmissen. So aßen wir in verschiedenen Abschnitten. Die Kinder aßen Lasagne, die zwar im Ofen war aber nicht heiß genug war.. also ab in die Mikrowelle… zu heiß ist auch nicht gut… also stehen und abkühlen lassen… bis es in Vergessenheit geriet. Während des Essens kamen die O’Regans zu Besuch. Die Kinder haben schön draußen gespielt. Sogar Brian, der sich sonst ja immer lieber mit Medien beschäftigt hat.

Der Sonntag war schnell vorbei, denn er bestand nur aus dem Vormittag. Um 10 vor 1 ging schon unser Zug nach Dublin.

 

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Aprilwetter…

… auch in Irland. Gestern, unser (vorerst) letzter Tag in diesem Jahr in Dublin, war vom klassischen Aprilwetter geprägt: Sonne, Wolken, Regen, Sonne, Wolken, Regen… das störte uns bei unserer Shoppingtour allerdings nicht allzu sehr. Wir waren sehr erfolgreich was Schuhe anging und auch generell war es mal schön, in Irland durch die Geschäfte zu stöbern. Die Straßen waren voll, viele Leute waren unterwegs. Viele Baustellen bremsten die Menschen etwas aus.
Nach unserer Tour haben wir all das gekaufte in den Koffer und die Rucksäcke verstaut. Zuvor hatten wir einen Burger gegessen und uns einen Tee im Hostel schmecken lassen.
Rechtzeitig machten wir uns dann durch den Regen auf in Richtung Bushaltestelle. Der erste Bus fuhr uns vor der Nase weg. Aber zum Glück kam nach 10 Minuten ein neuer, obwohl auf dem Fahrplan etwas ganz anderes stand.
Am Flughafen ging alles ganz reibungslos seinen Gang. Wir kamen gut durch und aßen nach der Sicherheitskontrolle einen Scone in einem Café – mit Blick auf das Vorfeld.
Im Flugzeug saßen wir das erste mal in der hintersten Reihe. Die Maschine war nicht voll. Der Flug war schnell, wir waren 10 Minuten eher in Deutschland als zunächst geplant. Während des Fluges haben Juls und ich uns gut unterhalten – wie so oft und so viel bei dieser Irland Reise.
Danke für die schöne Zeit – bis zum nächste mal, 2018.

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Rent a Car.

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Der Morgen begann wie immer: etwas chaotisch und wuselig. Mehrere Dinge wollten gleichzeitig erledigt werden, was unter’m Strich nach hinten los geht. Ein Beispiel: Brian sitzt im Wohnzimmer und spielt mit dem iPad. Er soll sich Socken anziehen. Michelle sagt es ihm. 1x, 2x, 3x … 16x, 17x. Nix tut sich bei dem Jungen, außer die Finger, die daddeln weiter. Während der Nachfragerei frühstückt Michelle, räumt auf, sucht Sachen heraus, sortiert ihre Tasche… da blitzt das Socken- Problem wahrscheinlich impulsartig hoch und verschwindet dann wieder in all dem anderen Kram. So dauert das Socken anziehen gut 20-30 Minuten. Ohne Witz.
Die Verabschiedung nährte sich und zog sich nicht in die Länge, da die Kids zur Schule mussten. Auch Juls und ich haben den günstigsten Zeitpunkt genutzt, um nicht allzu lange unnötig zu verweilen. So fuhren wir schon um kurz nach 9 nach Mallow. Wir wollten noch zum irischen Aldi und getankt werden wollte der rote Flitzer auch noch.
Schon bald fuhren wir die Landstraßen entlang. Regen und Sonne wechselten sich regelmäßig ab und gaben uns 2x den Ausblick auf einen Regenbogen. Das Rapsfeld blühte, es war einfach nur schön. Unser Weg führte uns zu Elains Schwester, Gail. Sie wohnt mit ihrem Mann und den beiden Kindern in „Coolboy“ in Wicklow. Einen großen Teil der Strecke haben wir ohne Navi gemeistert. Doch dann verließen uns die guten Schilder und wir musste auf Google Maps zurück greifen. Dank sei dem Internet trotz Ausland… sonst wären wir vermutlich immer noch nicht da 😀
Gails Haus ist unglaublich RIESIG. Die Küche ist gigantisch, wie alles auf diesem Grundstück. Wir wurden herzlichen empfangen, auch ich, obwohl ich die beiden bisher nur einmal gesehen hatte. Sie hatten Lunch vorbereitet und so konnten wir uns ganz entspannt etwas zu Essen machen.
Nach 2h sind wir weiter gefahren in Richtung Dublin, zunächst zur Rückgabe des Autos. Die Fahrt war schon etwas abenteuerlicher, vor allem die letzten Kilometer. Wir mussten den Wagen voll tanken – nur leider waren die Tankstellen nicht auf unserer Seite und versteckten sich… meine Karten-Lese-Künste sind auch nicht die besten und somit mussten wir etwas geduldig sein. Schließlich haben wir es aber doch geschafft und eine Tanke gefunden. Staubsaugen mussten wir auch noch. Sonst wären wir 100€ ärmer gewesen, so stand es jedenfalls auf dem Armaturenbrett im Auto.
Nachdem das Auto abgestellt wurde, wurden wir zum Flughafen geshuttelt und sind dort in einen Bus in Richtung Innenstadt gestiegen. Nach wenigen Gehminuten erreichten wir das Hostel. In unserem Dreibettzimmer ist eine Frau aus England. Sie ist unkompliziert, wir auch.
Juls und ich haben uns kurz sortiert und teilweise umgezogen und sind danach raus zur Temple Bar gegangen. Dort verweilten wir gut 2h. Ein Bulmers durfte nicht fehlen und ein Guiness für Juls natürlich auch nicht.

Morgen steht Shopping auf dem Plan und dann geht’s abends zurück nach Deutschland.

 

 

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Letter

Einen schönen und aufregenden Tag haben wir heute erlebt. Um halb 10 hat Juls mich abgeholt. Zuvor habe ich Brian und Jenny mit Michelle mit zur Schule begleitet – im Auto.
Als Juls und ich in dem roten Flitzer saßen, führten uns die Straßenschilder nach Killarney. Zunächst stoppten wir im Outlet Center. Wir waren erfolgreich beim Shoppen – endlich habe ich Schuhe gekauft, die ich schon lange haben wollte – für 35€!!! Das war der Schnapper des Tages. Durch’s Outlet konnten wir in Richtung „Innenstadt“ laufen. Das ist sehr schnuckelig dort. Schnell haben wir ein Café gefunden und endlich einen leckeren Scone mit Marmelade gegessen. Anschließend haben wir noch Pennys besucht. Zeitlich hat alles sehr gut gepasst – wenig Menschen waren unterwegs, wir hatten somit viel Ruhe und keine Hektik.
Nachdem unser Parkticket nach 3h abgelaufen war, machten wir uns auf den Weg in Richtung „Ring of Kerry“. Die Zeit im Auto war sehr chillig, die Straßen mal mehr, mal weniger herausfordernd. Wir haben Stopps gemacht und die wunderschöne Landschaft genossen. Irgendwann standen wir jedoch vor einer gesperrten Straße, die unsere Tour somit zwingend beenden wollte. Wir wollten aber nicht und sind einfach in die andere Richtung gefahren. Das war abenteuerlich, denn wir hatten weder eine Karte, noch ein Navi – dazu kam, dass sich der Handyakku sehr stark dem Ende zuneigte. Wir fuhren und fuhren, als auch die Straße plötzlich keine Autos mehr durch ließ. Die meisten Autos (die 3-4 die da auch unterwegs waren) drehten um. Wir nicht. Wir nahmen die Buckelpiste. Wir waren irgendwo im nirgendwo. Wir passten gerade so durch den Schotterweg. Die Bäume standen dicht, der Regen prasselte, der Puls stieg. Irgendwann kam ein Kuhstall, dann ein Haus, noch ein Haus und noch eins. Der Weg führte hoch und in der Ferne sahen wir ein Stoppschild! Ein gutes Schild, denn dann kann eine „Hauptverkehrsstraße“ nicht weit sein. Und so war es auch. Die Straße die da vor uns lag, hätten wir zuvor befahren. Wir wussten wieder wo wir waren und fuhren uns den bekannten Weg zurück in Richtung Killarney. Dank einem Schild wussten wir, dass der unbekannte Ort, durch den die Schotterstraße führte, „Letter“ hieß.
Nach unserem Ausflug stoppten wir bei Nana und Grandad. Bei Tee und Keksen quatschen wir vor dem Kamin einige Minuten. Anschließend gingen wir zu Juls Familie und probierten Juls Geschenke für die Kinder aus: selber Kristalle züchten. Ob das Experiment erfolgreich war, werden wir erst frühestens morgen erfahren, denn die Kristalle brauchen einige Stunden um sich zu entwickeln. Danach haben wir ein leckeres Abendessen gegessen.
Jetzt sitze ich im Wohnzimmer bei meiner Familie. Gleich geht’s für mich und alle anderen ins Bett. Es ist schön hier zu sein.

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Irland, März 2017

Es ist wieder soweit: 7 Jahre nach unserem eigentlichen Aupair Jahr sind wir, Juls und ich, für 4 Tage zurück auf der grünen Insel.

Bis Freitag morgen bleiben wir im ländlichen Dromdowney, danach fahren wir über Galway zurück nach Dublin.
Gefühlt hat die Anreise nach Dublin dieses Mal ewig gedauert. Obwohl der Flug vor Ankunftszeit gelandet ist, ging es nicht so richtig schnell vorwärts, wobei wir uns einiges zu erzählen hatten. Schnell ging es allerdings bei der Autovermietung. Wir haben einen schicken roten VW Polo, der gerade einmal 3 Monate als ist. Wir passen rein und Juls Koffer, den wir uns teilen, auch, zumindest gerade so. Hätten wir einen Smart bekommen, hätten wir den Koffer auf’s Dach schnallen müssen
Die Fahrt runter in den Süden verlief ganz ohne Navi oder Karte – allein die Straßenschilder haben uns den Weg gezeigt. Das beste daran: wir sind angekommen, ganz ohne uns zu verfahren. Alle Jubel Kilometer hat uns ein Auto überholt – oder wir alternativ einen LKW. Stau wie auf der A1, A3, A40, A42, A46, A52 (…..) ist hier Fehlanzeige. Sehr angenehmes fahren sage ich euch, wenn man nicht gerade die buckeligen Landstraßen entlang brettert, auf denen großzügige 100 km/h erlaubt sind!
Unser erstes Ziel war meine Familie Duggan. Michelle war im Kochfieber, Brian und Jenny haben noch Hausaufgaben erledigt, als wir das Haus betreten haben. Binnen Sekunden hatten wir einen Tee vor der Nase stehen und ein mehrmals verneintes Mittagessen. Wir wollten ‚eigentlich‘ zu einem späteren Zeitpunkt essen – aber Michelle musste uns einfach schon mal was bereit stellen… und so aßen wir Bacon mit Cabbage und Ham. Es war kein 5 Sterne Essen, aber auch nicht für die Tonne – es war okay. Puuuh, das ist schon mal viel wert!
Natürlich haben wir uns erst mal geupdatet. Während dessen korrigierte Michelle Brians Hausaufgaben, schwang den Kochlöffel, machte Tee, setzte sich, holte Nachtisch, schüttete die Tassen wieder voll… ganz die Michelle halt. Schön wenn auch nach 7 Jahren immer noch alles beim Alten ist
Gut fand ich, dass Cahli und Jenny mit dabei saßen und vor allem Cahli an dem Gespräch teilgenommen hat. Brian als „dissozialer“ saß im Wohnzimmer und hat sich von diversen Medien berieseln lassen und kam nur raus um sich Süßigkeiten abzuholen. Also auch da, alles beim Alten.
Nach einiger Zeit sind Juls und ich zu den O’Regans gefahren. Die Kids haben sich sehr gefreut und uns freudig begrüßt. Das Abendessen dort war interessant zu beobachten – nach nicht allzu langer Zeit bin ich dann aber wieder zurück zu meiner Familie gelaufen.
Den Abend haben wir im Wohnzimmer verbracht. Wir haben das Dschungelbuch geschaut. Platt vom Tag bin ich dann etwa um 21:30 nach oben in mein altes Zimmer gegangen.

Morgen machen Juls und ich einen Ausflug. Wohin und wie lang, das entscheiden wir morgen früh. Um halb 10 geht es los.
Bis dahin, alles Liebe

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Änderungen

Im Hause Duggan hat sich nicht sonderlich viel verändert. Es ist weiterhin vollgestellt und voll gehangen, dazu nicht sonderlich sauber und ordentlich. Aber das ist nichts Neues. Neu ist allerdings, dass Michelle kein neues Au-pair hat. Sie arbeitet anstatt einer vollen, nur noch eine halbe Stelle und kann dadurch ihre Kinder selbst zur Schule bringen und nachmittags auf einem Weg mit abholen. Cahli geht auf die weiterführende Schule und fährt selbstständig zur Schule und von der Schule zurück nach Hause. Ein Schulbus sammelt die ganzen Landkinder ein. Die Schule ist im Nachbarort und wurde neu erbaut. Ich habe sie gesehen, ein schönes Gebäude, in dem 350 Schüler unterrichtet werden.

Dieser kurze Trip nach Irland war sehr gut. Das interessante daran: ich war nicht eine Minute genervt von Michelle. Natürlich war sie extrem fürsorglich und darauf bedacht, dass ich alles habe was ich brauche etc. aber es war nicht so hektisch wie die Jahre zuvor.
Mein Lieblingsthema Medien ist immer noch hoch aktuell, wobei ich sagen muss, dass sich vor allem Cahli und Jenny den Medien während meines Aufenthaltes entzogen haben und zB gemeinsam mit uns gefrühstückt haben. Brian ist in seiner eigenen Welt unterwegs und lässt sich nur sehr schwer motivieren, irgendwas zu tun, was außerhalb des Wohnzimmers stattfindet.
Trotzdem war die Verabschiedung sehr herzlich. Michelle hat mich nämlich zum Flughafen gebracht und alle drei Kids sind mitgekommen. Zuvor war ich noch kurz bei Elaine und habe mich dort von allen verabschiedet.
Momentan sitze ich am Flughafen in Cork, der ist sehr klein und übersichtlich, sehr entspannt.
In 10 Minuten ist Boarding, davor muss ich nochmal schnell zur Toilette.
Später werde ich noch Bilder hochladen.
Viele liebe Grüße
Chrissy

Ps: Juls und Kevin: euch wünsche ich noch eine gute und sichere Reise durch Irland

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Zurück.

Hallöchen!
Es ist spät, dennoch berichte ich noch kurz vom Tag.
Um 06:00 Uhr schellte der Wecker; um 07:00 Uhr saßen wir im Aircoach in Richtung Flughafen, um den Leihwagen abzuholen. Dort standen wir uns erst einmal eine halbe Stunde die Beine in den Bauch, bis wir an die Reihe kamen. Juls war topp vorbereitet und wenige Minuten später saßen wir in einem recht neuen und dennoch mitgenommenen weißen Auto (natürlich habe ich jetzt die Marke und den Namen vergessen; schön ist die Karre jedenfalls nicht).
Die Fahrt von Dublin nach Mallow verlief ohne Probleme. Kein Stau oder so. Gut geteerte Autobahn. Wir waren meist die einzigen auf der Straße. Erst nachdem wir die Landwege erreichten (auf denen man 100km/h fahren darf) wurden die Straßen zunehmend ruckelnder und löchriger. Die Löcher waren gefüllt mit viel Wasser, Juls machte sich einen Spaß daraus, alle Pfützen, ob groß ob klein, mitzunehmen. Natürlich fuhren wir einmal durch Mallow, um a) Kevin die Stadt zu zeigen und b) zu Tesco zu gelangen. Tesco hat schockierender weise nicht mehr 24/7 auf, sondern „nur“ noch von 07:00-23:00 jeden Tag. Alles andere ist auf den ersten Blick gleich geblieben. Natürlich durfte nach dem Schlender-Rundgang durch den Supermarkt ein Zwischenstopp im Hib nicht fehlen. Tee im Hib ist ein Muss.
Nachdem Tee und Fanta ausgetrunken waren, sie wir endlich nach Dromdowney gefahren. Zuerst stoppten wir bei Juls Gastfamilie den O’Regans. Dort gab es eine stürmische Begrüßung und das erste Update von Elaine über die Umgebung und die Kinder, alles bei einem weiteren Tee, versteht sich von selbst
Anschließend fuhr Juls mich zu meiner Gastfamilie. James war – wie immer – im Garten zu finden, er verpasste der Hecke eine neue Frisur. Michelle schwang den Kochlöffel und hatte schon alles vorbeireitet, was so vorbereitet werden kann: Brot, Tee, Suppe, Irish Stew (Eintopf) und Nachtisch.
Klar und abgemacht war, dass es um 17 Uhr bei Elaine Lasagne und allerlei andere Leckereien zu essen gab; klar war aber auch, dass sich keiner gegen Michelles Speisekarte wehren konnte und Essen musste. Somit hatten wir ihr ganzes Werk kreuz und quer vor uns stehen. Dass Kevin mit Tee abgefüllt wurde, den er nicht sonderlich mochte oder unsere Tassen immer wieder neu aufgefüllt wurden, war erst mal zweitrangig. James formulierte es schmunzelnd: ihr wisst ja, bei Michelle gibt es kein ‚Nein‘. Wie recht er doch hat.
Die Kinder sind unglaublich groß geworden. Cahli (12) ist mittlerweile so groß wie ich. Er ist sehr höflich, nutzt seine Manieren und Hilfsbereitschaft. Jenny (10) hatte lange Haare bekommen. Sie ist immer noch ein Schleckermäulchen. Auch sie war hilfsbereit, hat Michelle beim decken unterstützt und saß mit uns, wie Cahli, am Tisch. Brian (8) ist völlig anders. Er verweigerte Gemeinschaft, verzog sich ins Wohnzimmer wo er daddeln und TV schauen konnte. Nur zum Essen kam er schnell heraus und verschwand genau so schnell wieder. Auch das brachte James gut auf den Punkt: Brian ist dissozial.
Nachdem wir alle wirklich vollgefuttert waren (es war alles halbwegs essbar, sogar die Suppe (da gingen bei mir zunächst die Alarmglocken an…)) fuhren Juls und Kevin zurück zu Elaine.
Ich verteilte die Geschenke, die ganz besonders bei den beiden großen gut ankamen. Brian schaute sich das Wandtattoo nur kurz an und verschwand danach im Wohnzimmer. Das Wandtattoo rollte sich derweil wieder auf dem Küchentisch zusammen. Mit Jenny und Cahli ging ich ins Zimmer in die erste Etage und brachte die Wandtattoos gemeinsam an.
Anschließend durfte ich mir aussuchen, was wir machen. Ich entschied mich für einen Besuch auf der Eselfarm. Das war vor 6 Jahren der erste Ausflug mit meiner Familie und gleichzeitig das erste mal, dass ich Juls sah.
Bei den Eseln war es gut. Brian kam sogar mit. Wir liefen eine Runde zwischen den ganzen Weiden entlang. Direkt im Anschluss fuhren wir zu Elaine. Dort warteten sie schon mit Lasagne, Salate, Karoffelecken, Chickenwings, Fisch, Knoblauchbrot – all das ohne Ende!!! Zum Nachtisch gab es fünf unterschiedliche Kuchen. Während wir aßen, beschäftigten sich die Kinder im Toyroom, mit einem Mix aus Medien- und richtigen Spielzeugspielen. 3h hielten wir uns dort auf, dann fuhren wir zu uns und hatten einen Filmeabend vor dem Kamin. Dazu gab es Popcorn. Essen kann man hier immer. Nicht umsonst kam ich mit paar mehr… ach lassen wir das…
Jetzt liege ich in meinem alten Bett. Ein Au-pair-Mädchen gibt es nämlich zur Zeit nicht. Warum wieso weshalb, das schreibe ich morgen, wenn ich am Flughafen bin. Um 13:15 geht schon mein Flieger.
Jetzt bin ich sehr müde – ich schreibe morgen, dann gibt es bestimmt auch noch Bilder (Michelle hat die auf ihrem Handy)!
Gute Nacht

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Einblick

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über’s iPhone ist das hochladen schwierig – ich versuche es morgen nochmal, wenn wir auf der Fahrt sind. Jetzt bin ich zu müde. Gute Nacht

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10km

Guten Abend!
Heute waren wir viel unterwegs und sind über 10km durch Dublin gelaufen.
Zuerst haben wir in einem altbekannten Café/ Restaurant gefrühstückt. Klassischer irischer Tee mit Scones und Marmelade, für den Hahn im Korb gab es ein typisches irisches Frühstück mit Würstchen, Spiegelei, Bacon und Blutswurst. Dazu Toast. Anschließend war die Zeit so fortgeschritten, dass wir direkt auf die erste der zwei großen Shoppingstraßen mit unserer Einkaufstour loslegen konnten.
Da war für mich im Vergleich zu den anderen Shoppingtouren in Dublin vergleichsweise günstig mit 8€ für einen Pulli.
Weil Kevin das erste mal in Irland ist und Juls und meine Stadtrundfahrt schon einige Jahre her ist, haben wir für eine Bustour entschieden. Das war interessant, aber auch ganz schön frisch und windig oben im Freien auf dem Doppeldecker. Nachdem wir einige Stationen abgefahren haben, sind wir in der Innenstadt ausgestiegen, um nochmals durch die Geschäfte zu schlendern und um etwas zu Essen. Traditionell bei Papa John’s. Danach sind wir wieder in den Bus gestiegen und haben die restlichen Sehenswürdigkeiten gesehen. Nachdem die Tour zu Ende war, sind wir von der Bushaltestelle durch die Stadt zu unserem Hostel gelaufen. Da hätte ich mir zwei wirklich sehr coole paar Schuhe kaufen können, wenn die Mitarbeiter mich nicht so veräppelt hätten; so haben sie keinen Euro von mir bekommen.
Im Hostel haben wir erstmal Pause gemacht. Meine Ohren und Augen waren voll von den ganzen Eindrücken, obwohl ich Dublin schon einige Male gesehen habe. Die Ruhe im Zimmer tat gut. Zum frühen Abend hat es uns aber dennoch noch mal für 2h zur Templebar gezogen. Dort waren wir im Auld Dubliner und natürlich in der Templebar selbst. Live Musik hat uns die Zeit über begleitet, sowie viele feierfreudige Menschen.
Morgen beginnt der Tag der früh, um 06:00 Uhr. Da begeben wir uns auf die Reise nach Mallow. Wir sind schon sehr gespannt!
Viele liebe Grüße aus Irland

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