Hektik.

Es sind Ferien. Keine Schule. Keine Hausaufgaben. Keine verpflichtenden Termine. Kein Zeitdruck. Bei allen ist das so. Außer bei uns. Bei uns ist es immer hektisch. Wenn es nicht hektisch ist, dann ist Michelle nicht in der Nähe. Würde sich Hektik zusätzlich durch grüne Punkte am Körper äußern, dann wäre Michelle komplett grün.
Heute war von vorne bis hinten ein Hektik-Tag. Es ging los mit dem
Frühstück – ihres stand (sehr wahrscheinlich schon wieder abgekühlt) auf dem Tisch. Jenny und Brian spielten im Schlafanzug Tablet, ebenfalls am Tisch (09:00 Uhr). Nun wollte Michelle, dass die Kinder essen, sich zeitgleich umziehen, sie selbst musste natürlich auch noch essen, aufräumen und ihr Telefon checken. Und das selbstverständlich alles gleichzeitig. Hektik und Chaos sind da vorprogrammiert. Um 11 Uhr wollten wir eigentlich nach Mallow fahren. Um 20 vor 11 fällt ihr ein, dass sie noch duschen muss. Anstatt alles in Ruhe zu machen – es besteht schließlich kein Zeitdruck – lief natürlich alles im Schnellverfahren ab. Um die verbummelte Zeit aufzuholen, raste sie durch die Stadt, setzte hektisch Blinker, ihre linke Hand spielte hektisch an der Kreuzkette am Schaltknüppel herum, beim einlegen des Rückwärtsganges setzte sie versehentlich den Scheibenwischer auf höchste Geschwindigkeit, der hektisch auf der trockenen Scheibe entlang huschte. Beim einkaufen sauste sie durch die Gänge als gäb’s keinen Morgen mehr und ich stand die ganze Zeit nur da und fragte mich immer und immer wieder „wozu diese überflüssige Hektik.“ Diesmal ging es sogar soweit, dass sie (nachdem wir den Einkauf zuhause abgeliefert hatten und Juls zum Park abholen wollten, 14:00 Uhr aber schon lange durch war) fast einen Unfall gebaut hätte, weil sie viel zu schnell um die Ecke fuhr und ein Auto aus Juls Straße nicht erwartet hat. Beide Fahrer mussten stark in die Eisen gehen, zusätzlich riss Michelle das Lenkrad in die Büsche, sodass alles noch mal gut gegangen ist. Viel fehlte aber nicht mehr. Im Park selbst ging es, während des Picknicks wurde es vor allem zu Anfang hektisch, aber später beruhigte sich die Situation.

Ich könnte Seiten, nein, Bücher über diese Frau schreiben. Dagegen ist es im O’Regan Haushalt wesentlich angenehmer. Das war auch ein Grund, wessenwegen ich nach dem Parkausflug mit zu Juls gegangen bin. Ich brauchte ganz dringend eine Pause. Der andere Grund war, dass ich dort Essen bekommen habe bzw. Elaine hat mich eingeladen. Das klingt vielleicht komisch, aber bei mir zuhause esse ich äußerst ungern, weil ich nicht weiß wann und wie die Mahlzeiten gekocht und zubereitet wurden. Zu meinen Aupairzeiten sah das anders aus, weil ich da meistens das Zepter in der Hand hatte und wusste, wie lange irgendwelche Lebensmittel schon im Kühlschrank verweilten. Zur Zeit stehen da zum Beispiel immer noch die fertigen Bacon and Cabbage Teller und Salatboxen – und das seit mindestens Sonntag… Wie dem auch sei, bei Juls war es auf jeden Fall super, wir haben wieder das schöne Wetter ausgenutzt und waren draußen. Danach haben wir wirklich gut gegessen und anschließend mit den Kids gechillt. Zum Abschluss sind Juls und ich noch mal spazieren gegangen.

Morgen fährt die Duggan Familie mit uns nach Killarney. Ich bin sehr gespannt! Meine Bilder von der Kamera habe ich auf mein MacBook gezogen. Aber (heute) lade ich sie nicht hoch, weil das Internet heute Abend irgendwie nicht das schnellste ist. Paar Handybilder habe ich aber 🙂 Küsschen, wo auch immer ihr gerade seid!

 

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Eine Antwort zu Hektik.

  1. Muttern sagt:

    Vielleicht will sie alles besonders gut machen und dabei entsteht eben so ein Chaos. Sie hat wahrscheinlich 1000 Dinge im Kopf, die sie erledigen möchte. Wenn du wieder zuhause bist, kannst du dich von der ganzen Hektik erholen.
    Mit dem Wetter habt ihr ja richtig Glück. Vorgestern musste ich morgens die Scheiben vom Auto frei kratzen. Im Laufe des Tages wurde es aber schön. Morgen soll es fast den ganzen Tag regnen :-((.

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